Aktivitäten der IGNM in Oberösterreich
Freitag, 24. Juni, 19:00 Uhr
Kurzkonzert in der Kalvarienbergkirche, Bad Ischl
Cordula Bösze und Walther Soyka
musica aeronautica
Improvisationen mit Luft und zeitgenössischer Musik
Eine Musikerin und ein Musiker, die in vielen Genres zu Hause sind – zwei bewegliche Instrumente, die mit Luft zu tun haben:
Die Flötistin Cordula Bösze und der Akkordeonist Walther Soyka - zwei aus unterschiedlichen Zusammenhängen bestens bekannte Musikerpersönlichkeiten - erspielen sich seit vielen Jahren eine gemeinsame Klangsprache, die zwischen Tradition und zeitgenössischer Moderne liegt.
Lieder, Kompositionen, improvisierte Musik, Experimentelles – sowohl Cordula Bösze als auch Walther Soyka kommen von einer Tradition des Wienerliedes, beide haben sich in ihrer musikalischen Entwicklung sehr weit in verschiedenste Richtungen begeben, die bis hin zur Elektronik und Neuen Musik reichen. Als Solokünstler waren beide an der Gründung zahlreicher Ensembles beteiligt, beide erhalten Kompositionsaufträge von renommierten Festivals. Als Duo sind Bösze und Soyka unter anderem beim Projekt "sonus loci" von Klaus Hollinetz im Rahmen von Linz 09 aufgetreten.
An diesem 30-minütigen Kurzkonzert-Abend in Bad Ischl ziehen Bösze und Soyka in ihren Improvisationen, die live und lebendig entstehen, alle Register aus ihren vielseitigen musikalischen Erfahrungen.
Das Publikum erwartet eine überraschende Klangreise durch die Vielfalt der Genres und die Spektren der Klänge – akustisch, elektronisch verstärkt, und im besonderen Klangraum der Kalvarienbergkirche gespielt!
Das IGNM-Kurzkonzert in der Kalvarienbergkirche findet bei freiem Eintritt statt.
Mehr Informationen: Cordula Bösze und Walther Soyka.
Geplante Konzerte:
Konzert mit „Phace“, contemporary music, 04. November 2011, Brucknerhaus Linz
unter der Leitung von Simeon Pironkoff in Zusammenarbeit mit dem Brucknerhaus (Motto:“2.-Aufführungen“). Geplant sind Werke von Magnus Lindberg, Luca Francesconi, Georg F. Haas, Bernhard Gander sowie eine 2.- Aufführung einer Komposition, die davor bei "wien moder"n gespielt wurde.
Fest Neuer Musik, 11. November 2011, in Zusammenarbeit mit der Bruckneruniversität
Peter Androsch - Streichquartett No. 3 "Doble Paso Doble" (ÖEA), "Interpunktion" für Sänger solo (UA). Es spielt das Ensemble 09, Frank Wörner – Sologesang
Das genaue Programm wird noch bekanntgegeben.
Christoph Herndler, 29. November 2011, imPavillon Wels
Christoph Herndler wird einen abstrakten Text der Schriftstellerin Angela Flam „SODA! mit Wendeltreppe“ für 2 SängerInnen und 2 InstrumentalistInnen vertonen.
Bisherige Konzerte:
Montag, 30. Mai, 20:00 Uhr, Marcel Callo Kirche, Linz/Auwiesen
Claudia Janet Birkholz: ELECTRIC DREAMS
Konzert mit Klavier und Elektronik
Neue Klänge im ungewohnten Kontext: Wie nehmen wir Klänge wahr, wenn sie nicht im normalen Kontext erklingen? Was hören wir, wenn ein Klavier nicht mehr wie ein Klavier klingt – allein dadurch, wie es gespielt wird? Was fühlen wir, wenn mittels Elektronik reale Instrumentenklänge quasi in einen Cyber-Space gehoben werden?
Mit Illusion und Realität, Traum und Wirklichkeit spielt das Programm ELECTRIC DREAMS der Pianistin und Komponistin Claudia J. Birkholz. Sie stellt das Erlebnis für den Zuhörer in den Mittelpunkt, wenn mittels verschiedener Spieltechniken ein Konzertflügel plötzlich wie elektronische Musik klingt. Oder wenn Live-Elektronik die fremdartige Klangwelt noch verstärkt und die Grenzen zwischen realen und Computerklängen verschwimmen lässt.
Ausgewählt für ELECTRIC DREAMS wurden Stücke des US-Amerikaners Henry Cowell („The Banshee“ für verstärktes Klavier), des Österreichers Georg Friedrich Haas („Ein Schattenspiel“ für Klavier und Live-Elektronik), des deutschen Komponisten Michael Maierhof („Splitting 16“ für verstärktes Klavier) sowie eine Komposition der Pianistin Birkholz („Into the Blue“ für Klavier und Zuspiel). Bei der „Expedition 1“ aus dem KlangLogBuch wird der Österreichische Komponist Johannes Kretz ebenfalls die Verwirrspiele um Wirklichkeit und Wahrnehmung mitgestalten.
Durchgängig entsteht eine positiv irritierende Atmosphäre, auch dadurch, dass die gewohnte „Auftritt-Applaus-Abtritt“-Routine zwischen den einzelnen Stücken wegf&aullt. An ihre Stelle tritt tape-music von Stephan Wittwer die einen weiteren, eigenen surrealistischen Klangraum schafft. Eine ausgeklügelte Lichtregie ergänzt das Hörereignis.
Was letztendlich als real oder als Illusion wahrgenommen wird und wie Klänge eine neuartige Wahrnehmung von Wirklichkeit und Traum beeinflussen, k&ounnen die Zuhörerinnen und Zuhörer am Schluss selbst entscheiden.
Donnerstag, 28. April, 19:30 Uhr, Artemons, Hellmonsödt
„Laß die Moleküle rasen...“
Christian Morgensterns Galgenlieder in wunderbar skurriler Besetzung
Dieses Projekt lässt die Morgenstern'schen Wortspiele zum lustvollen musikalischen Vortrag mehrerer MusikerInnen geraten. Es entsteht ein neuer „Galgenliederzyklus“ – ein Dialog zwischen verschiedenen Stilistiken und Interpretationen: Also zeitgenössische Musik im besten Sinne!
Die ersten, frühen Galgenlieder schrieb der junge Morgenstern für eine Landpartie mit seinen Freunden. Sp&aumter wurden die Galgenlieder zur wohl berühmtesten Lyriksammlung Christian Morgensterns, zu seiner „Elementarsymphonie“ – groteske und unbekümmerte Verse, die mit Lauten und Worten spielen.
Johannes Berauer, Matthias Schinagl und Balduin Sulzer vertonen ausgewählte Gedichte. Dazwischen erklingen reine Instrumentalstücke von Bertl Mütter, Fatima el Kosht und Irene Kepl. Die sechs KomponistInnen vermessen für die ungewöhnliche Besetzung aus Violine, Posaune, Kontrabass und dem Mezzosopran den Tonumfang zwischen hohen und tiefen Klängen und öffnen so den Raum für den Farbenreichtum des Hackbretts.
Besetzung:
Franziska Fleischanderl – Tenorhackbrett
Anna Clare Hauf – Mezzosopran
Irene Kepl – Violine
Patrik Lerchmüller – Posaune
Markus Kraler – Kontrabass