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Pony Says I Remnants

7 hours ago
2 min read

24. September 2026 | 19:45


                                                      Foto: Julia Schäfer
Foto: Julia Schäfer

REMNANTS widmet sich den Spuren, die bleiben: in der Natur, in Erinnerungen und in Klängen. Im Zentrum des Programms steht ein neues multimediales Werk der Komponistin Sara Stevanović I thought god can be found in the Danube - Part 2. Die Donau wird dabei zum Archiv: Ihre Sedimente, Verunreinigungen und biologischen Spuren erzählen von den Eingriffen und Veränderungen, die sie über die Zeit aufgenommen hat. Daran schließen zwei Werke an, die sich auf jeweils eigene Weise mit dem Gedanken des musikalischen Überrests beschäftigen. Der in Linz geborene Komponist Bernhard Lang entwickelt für Pony Says ein Werk, in dem Wiederholung, Überlagerung und elektronische

Transformation aus musikalischen Fragmenten neue Zusammenhänge entstehen lassen. Benjamin Scheuer schreibt mit Five Traces ebenfalls eine Komposition eigens für das Trio. Bereits der Titel verweist auf das Hinterlassen und Verfolgen von Spuren: auf musikalische Gesten, die sich wiederholen, verändern, abbrechen und als Erinnerung im Klang zurückbleiben.

So verbindet REMNANTS wissenschaftliche Daten, ökologische Spuren und musikalische Prozesse zu einem gemeinsamen Gedanken: Was bleibt von dem, was war? Welche Spuren hinterlassen wir in unserer Umwelt – und welche bleiben im Gedächtnis und im Klang? Zwischen Komposition, Improvisation, Elektronik, Bild und Performance wird das Konzert selbst zu einem Archiv flüchtiger Momente.


Programm

Sara Stevanović (1998) I thought god can be found in the Danube - Part 2 (2026 - UA) Bernhard Lang (1957) Differenz/Wiederholung 6c (2006)

Benjamin Scheuer (1987) Five Traces (2026 - österreichische UA)


Ensemble-Biografie

Pony Says ist ein Trio, das sich auf zeitgenössische Musik und freie Improvisation spezialisiert hat. Neben ihren Hauptinstrumenten – Klavier/Keyboard, Schlagzeug/E-Drums sowie Gitarre/E-Gitarre – spielen die drei Musiker*innen auch Ad-hoc-Instrumente, steuern Live-Elektronik und integrieren Licht und Video in ihre Performances. Die von Pony Says in Auftrag gegebenen Werke entstehen stets in enger Zusammenarbeit mit den Komponist*innen. Dabei setzen sie sich mit Fragestellungen aus unterschiedlichen Bereichen auseinander, etwa mit soziokulturellen Themen, dem „Diesseits“ bzw. der Unmittelbarkeit des Hier und Jetzt, elektronischer Musik, Popkultur, „Musik mit Musik“, Konzeptualismus, neuen Disziplinen sowie Bearbeitungs- und Editing-Praktiken in der Neuen Musik. Improvisation ist ein integraler Bestandteil der Arbeit des Trios. Sie dient dazu, das Zusammenspiel zu verfeinern, das Klangspektrum zu erweitern und neue Stücke zu entwickeln. Auch in Konzerten improvisiert das Ensemble regelmäßig – gleichberechtigt neben der Interpretation seines eigenen Repertoires. Der Ensembleklang soll dabei elastisch und wandelbar bleiben. Von Natur aus bevorzugt Pony Says jedoch geräuschhafte, dichte elektronische Texturen, klangliche Klischees und rhythmische Brüche. Bislang hat das Ensemble Werke von Neo Hülcker, Philipp Krebs, Ui-Kyung Lee, Jessie Marino, Martin Schüttler, Steven Takasugi, Julian Siffert und Yiran Zhao uraufgeführt.


Mitwirkenden

Thilo Ruck – E-Gitarre

Felix Nagl – Keyboard

Lucas Gérin – E-Drums


Freier Eintritt


 
 
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